Ein halbes Jahr kalt,
ein halbes Jahr Winter.

Das neue TLF 3000 für die Feuerwehr Albstadt.

„Bei uns ist es ein halbes Jahr kalt und ein halbes Jahr Winter“, scherzt Thomas Daus. Er ist Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Albstadt-Tailfingen. Und er hat nicht ganz unrecht, was das Wetter auf der Schwäbischen Alb angeht: Immerhin wurden im März 2005 am Flugplatz Albstadt-Degerfeld -36,1 °C gemessen – die bisher tiefste jemals gemessene Temperatur in Baden-Württemberg.

Ein extremes Fahrzeug für extreme Wetter.

Albstadt mit seinen neun Gemeinden beansprucht für sich zudem, drittgrößter kommunaler Waldbesitzer im Ländle zu sein. Die Europäische Wasserscheide zieht sich mit 427 m ü. NN mitten durch das Stadtgebiet. Die Flüsschen Eyach und Schmiecha sind es, die den Albstadtern manchmal den letzten Nerv rauben, wenn sie für Hochwasser sorgen. Die Stadtverwaltung nimmt diese Naturgewalt sehr ernst, widmet ihr sogar eine eigene Seite auf der Homepage. Da heißt es für die Feuerwehr: durchkommen!

Die umliegenden Waldflächen, anspruchsvolles Gelände und zunehmende Naturkatastrophen führten schließlich zu dem Entschluss, das neue Tanklöschfahrzeug mit Truppkabine und Lentner Aufbau, das 3.000 l Wasser huckepack trägt (TLF 3000), auf Basis eines hochgeländegängigen Unimog U 5023 anzuschaffen.

Damit können wir einerseits 1,20 M tief waten und auch über einen brennenden Stoppelacker fahren.

Thomas Daus, Abteilungskommandant, Freiwillige Feuerwehr Albstadt-Tailfingen

Für den Notfall gerüstet.

Zusätzlich an Bord: 120 l F500. Dies ist ein umweltverträglicher Löschzusatz, den der Maschinist dem Löschwasser beimischen kann. Das Mittel entzieht, trifft es auf die Brandstelle, dieser vor allem Hitze. Ein großer Vorteil gegenüber Schaum. Ergebnis: Es muss weniger Wasser ausgebracht werden. Auch bei Lithium-Ionen-Bränden (Akkus) eignet sich beispielsweise der Einsatz von F500. Die Pumpleistung des Lentner U 5023 liegt bei 3.000 l pro Minute. „Also, wenn es wirklich drauf ankommt, sind wir tatsächlich nach einer Minute leer“, erklärt Thomas Daus.

Auf alles vorbereitet.

Das Albstadter TLF 3000 unterscheidet sich von anderen Fahrzeugen seiner Klasse vor allem durch die auf die in der Umgebung lauernden Gefahren zugeschnittene Ausstattung: Reifendruckregelanlage, Tauchpumpen, Saugpumpen, Kettensägen, vier Meter Lichtmast und gegen Hitze und Wasser isolierte Leitungen der Front-Sprühanlage, die unter der Stoßstange sitzt. „Damit können wir einerseits 1,20 m tief waten und auch über einen brennenden Stoppelacker fahren“, erklärt Daus.

Für den Fall der Fälle.

Zu 400 Einsätzen rücken die insgesamt 280 Feuerwehrleute in acht Abteilungen im Jahr aus. Auf den Unimog, der in Albstadt-Tailfingen stationiert ist, kommen um die 20 Einsätze im Jahr zu. Dass die Albstadter Feuerwehrleute dabei stets einen kühlen Kopf bewahren, ist sicher – alleine schon wegen der Wetterlage auf der Schwäbischen Alb.

Projekt umgesetzt mit Unimog Generalvertretung:
Knoblauch GmbH

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