Zwei Fahrzeuge,
mehr als 1.000 Möglichkeiten.

Dank zwei Econic mit Wechselladerkonzept ist die Freiwillige Feuerwehr Winnenden für jeden Einsatz gerüstet.

Ein Auto kommt von der Fahrbahn ab. Es wird eine Böschung hinuntergeschleudert und bleibt in einem Bachbett auf dem Dach liegen. Sind Menschen in diesem Fahrzeug? Sind sie in Lebensgefahr? Fragen, die die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr noch nicht beantworten können, als bei ihnen der Alarm losgeht. Sie ziehen ihre Montur an, steigen ins Einsatzfahrzeug und fahren los. Auf alles gefasst. Auf alles vorbereitet.

Darin sieht Andreas Münch eine der wichtigsten Aufgaben der Kameraden: Er sagt, die Feuerwehrarbeit erfordere Kreativität und die Flexibilität, auf alles reagieren zu können. Er ist stellvertretender Abteilungskommandant der Abteilung Stadtmitte in Winnenden und mit federführend für die Beschaffung der Fahrzeuge zuständig, die die freiwilligen Helfer unterstützen sollen.

Mehr Bodenfreiheit und 8 Tonnen Zugkraft.

Das Auto im Bachbett war der erste Einsatz des Econic 2635 mit Wechselladerkonzept und Seilwinde. Das Fahrzeug hat eine Vollluftfederung, sodass bei Bedarf mehr Bodenfreiheit zur Verfügung steht und auch schlechter befestigte Wege befahren werden können. Diese Flexibilität kombiniert mit der Rotzler-Frontseilwinde mit 8 t Zugkraft trugen bei diesem Einsatz zum Erfolg bei – das Auto konnte geborgen werden. Für Andreas Münch brachte es die angenehme Gewissheit: Es funktioniert alles so, wie es in der Theorie konzipiert wurde.

„Wenn die ausrücken, geht’s um was.“

Der Econic mit Seilwinde ist eines von zwei neuen Fahrzeugen der Winnender Feuerwehr. Das zweite Fahrzeug ist zu 95 Prozent baugleich, hat aber keine Seilwinde. Beide funktionieren nach dem Wechselladerkonzept. Die Feuerwehr kann sie mit unterschiedlichen Abrollbehältern ausstatten und ist damit innerhalb weniger Minuten für jede Art von Einsatz gerüstet. So fallen auch keine Kosten an, die vor allem Spezialfahrzeuge erzeugen, weil sie die meiste Zeit in der Halle auf ihren wichtigen Einsatz warten. Derzeit sind die Neuzugänge vollgepackt mit technischer Ausrüstung, die vor allem bei Autounfällen, Maschinenunfällen und Gefahrguteinsätzen gebraucht wird. Oder, wie es Andreas Münch formuliert: „Wenn die Fahrzeuge ausrücken, dann geht’s meistens auch um was.“

Die technische Unterstützung ist nur der erste Schritt des Plans, den die Freiwillige Feuerwehr mit den beiden Econic hat. In absehbarer Zeit soll eines der Fahrzeuge so ausgestattet werden, dass es auch bei Brandeinsätzen eingesetzt werden kann. Und was dann noch folgt, ist offen. Mit dem flexiblen Wechselladerkonzept habe man „mehr als 1.000 Möglichkeiten“, sagt Andreas Münch.

Mit diesen Fahrzeugen sind wir in alle Richtungen flexibel.

Andreas Münch, stellvertretender Abteilungskommandant der Abteilung Stadtmitte, Freiwillige Feuerwehr Winnenden

So einfach wie möglich für den Maschinisten.

Die beiden Econic 2635 haben jeweils rund 350 PS, ein zulässiges Gesamtgewicht von 26 t (10 t Leergewicht) und einen Radstand von 4,50 m. Beide Fahrzeuge erfüllen die Euro VI Abgasnorm und sind mit einem Hakenlift von Meiller ausgestattet. Die Firma Hensel lieferte die Feuerwehrtechnik. Für das Team der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden war bei der Planung unter anderem das vollautomatische Allison-Getriebe der Econic wichtig: „Es ging darum, dass wir es dem Maschinisten so einfach wie möglich machen, damit er sich auf Fahren, Lenken, Bremsen konzentrieren kann“, sagt Andreas Münch und ergänzt: „Man ist mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs, man hat den Adrenalinschub und man hat eine ganze Menge Verkehrsteilnehmer um sich herum, die mit der Situation überfordert sind. Vor allem im Stadtgebiet, wenn es eng wird. Man muss mit allem rechnen und schnell reagieren.“

Der Econic mit Drehleiter von Rosenbauer meistert auch niedrige und schmale Durchfahrten.

Eine schnelle Reaktionszeit in gefährlichen Verkehrssituationen ist mit den neuen Econic dank ihrer bauartbedingten Vorteile und technischer Extras nun möglich: Drei Rückfahrkameras in verschiedenen Höhen und Blickwinkeln geben dem Fahrer Sicherheit, die Nachlaufachse macht das Fahrzeug auch in engen Straßen äußerst wendig und die niedrige Sitzposition des Fahrers im DirectVison-Fahrerhaus sorgt für eine direkte Sicht im Straßenverkehr. „Es war am Anfang sehr interessant: Man schaut sich in die Augen am Zebrastreifen“, sagt Andreas Münch, „da waren auch die Leute sehr überrascht.“

Begleiter für die nächsten 25 bis 30 Jahre.

Nach intensiver Planung in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz und den beteiligten Aufbaupartnern wurden die Fahrzeuge angeliefert. Jetzt bestand die Herausforderung darin, alle Einsatzkräfte zu schulen und möglichst schnell im Umgang mit den Econic fit zu machen. Andreas Münch fiel ein Stein vom Herzen, als auch hier seine Überlegungen in der Praxis erfolgreich waren: „Es fühlt sich gut an, wenn man andere Leute ausbildet und es klappt“, sagt er.

Die Freiwillige Feuerwehr darf sich darauf einstellen, die nächsten 25 bis 30 Jahre mit den beiden Econic auszurücken. Für Andreas Münch wird das der gesamte Rest seiner aktiven Feuerwehrlaufbahn sein. „Ich habe auch keine Glaskugel und weiß nicht, was passiert“, sagt er. „Aber mit diesen Fahrzeugen sind wir in alle Richtungen voll flexibel.“

Interesse geweckt?

Jetzt Infomaterial zum Econic anfordern!

visible-md and up (hidden-sm and down)
visible-lg and up (hidden-md and down)
visible-xl