In der Produktion könnten so theoretisch bis zu 41 % CO₂-Äquivalente eingespart werden. Der TÜV SÜD hat diese Werte und die Methodik geprüft und bestätigt.
„Mit unseren europäischen Partnern haben wir Pionierarbeit im Bereich des Materialrecyclings und der Verwendung von Naturmaterialien geleistet", sagt Roland Dold, Projektleitung reECONIC, Mercedes-Benz Trucks. „Auch nach der Nutzungszeit können viele Komponenten in ihre Ausgangsmaterialien zurückversetzt und wiederverwendet werden – das ist Kreislaufwirtschaft in Reinform."
Der Aufbau macht's komplett.
Zum Fahrzeug gehört der FAUN reNew VARIOPRESS Aufbau. Auch hier steckt konsequentes Kreislaufdenken drin. Bis zu 88 % des Aufbaugewichts können theoretisch anteilig aus recycelten Materialien bestehen. Die Kotflügel bestehen zu 92 % aus wiederverwertetem Kunststoff. Der Bedienelementeträger kommt auf einen Rezyklatanteil von 99 %.
„Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Haltung", sagt Malte Sonnenburg, CEO, FAUN Group. „Mit dem FAUN reNew VARIOPRESS beweisen wir, dass Verantwortung und Wirtschaftlichkeit zusammenpassen – und dass Kreislaufwirtschaft im Fahrzeugbau Realität werden kann."
Zurück in den Kreislauf.
Ein Fahrzeug, das aus recycelten Materialien besteht, sollte am Ende seines Lebens auch wieder recycelt werden können. Das war den Projektpartnern ein zentrales Anliegen. Beim reECONIC wurde deshalb besonderer Wert auf hohe potenzielle Rückführungsquoten gelegt.
Glas lässt sich unbegrenzt häufig in den Materialkreislauf zurückführen – ohne Qualitätsverlust. 64 % der im reECONIC verwendeten Glasflächen bestehen bereits aus recyceltem Material. Auch das Buchenholz, ein nachwachsender Rohstoff, der erstmals in einem modernen Nutzfahrzeug von Mercedes-Benz Special Trucks eingesetzt wird, bringt weitere Vorteile mit sich. Während seines Wachstums bindet es zusätzlich CO₂e aus der Atmosphäre.