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Einsatzbereitschaft
hergestellt.

Katastrophenschutz in Niedersachsen setzt auf Mercedes-Benz Trucks.

Das niedersächsische Innenministerium setzt 16 neue Unimog U 5023 UHE sowie 18 nagelneue Zetros 2745 mit Schiebeplanenaufbau ein. Auch wurden neun Unimog Krankentransportwagen auf Basis des Unimog U 4023 UHE bei Daimler Truck geordert.

Aus Erfahrung gehandelt.

Katastrophen, wie der Krieg in der Ukraine oder das verheerende Hochwasser im Ahrtal, haben die Behörden hierzulande rasch zum Handeln gebracht. So wurde beispielsweise 2022 in Niedersachsen das ad-hoc-Paket zur Stärkung des Katastrophenschutzes beschlossen. Darin ist unter anderem die Beschaffung von modernem Gerät zur Erbringung von Hilfeleistung unterschiedlicher Art geregelt. Ein wichtiger Punkt des Pakets: die Anschaffung und landesweite Stationierung von hochgeländegängigen Fahrzeugen für logistische Einsätze.

Wenn jede Minute zählt.

Diese Anforderungen führten in der europaweiten Ausschreibung zu den Fahrzeugen von Mercedes-Benz Trucks. Neun Unimog Krankentransportwagen auf Basis des Unimog U 4023 UHE sind Teil der Order des Innenministeriums. Das Besondere an diesen Unimog: gleichzeitig können drei Patienten liegend transportiert werden, alternativ eine liegende Person und vier sitzende – möglichst viele Patienten schnell aus dem Schadensgebiet retten zu können, war die Maßgabe. Aufgebaut wurden die Unimog U 4023 von Binz Automotive in Ilmenau.

Logistik im Ausnahmezustand.

Zusätzlich orderte das niedersächsische Innenministerium in Wörth am Rhein 16 Unimog U 5023 UHE sowie 18 Zetros 2745 mit Schiebeplanenaufbau, realisiert von Göbel Fahrzeugbau. Sowohl Unimog (sog. Gerätewagen Logistik klein) als auch Zetros (Gerätewagen Logistik groß) sollen im Fall der Fälle für logistische Zwecke genutzt werden. Eine verwindungsfreie Montage des Aufbaus sowie ein unabhängig vom Fahrgestell nur am Aufbau montierter Vertikallift erhalten die hohen Geländefahreigenschaften von Unimog und Zetros. Die Unimog werden sukzessive mit Spezialwerkzeug und Komponenten zur Stromversorgung ausgestattet. Angehängt wird im Einsatzfall an jeden Unimog eine 60 kVA-Netzersatzanlage, also ein Notstromaggregat.

Die Besonderheit bei den Kabinen beider Unimog: die TMG-Klappe im Dach, von der aus Rettungspersonal im Extrem- oder Notfall rasch und direkt aus dem Fahrzeug agieren kann. Sowohl die Zetros als auch die Unimog U 5023 wurden mit einer Reifendruckregelanlage ausgestattet. Die Unimog punkten zusätzlich mit einer Seilwinde, beispielsweise zur Eigenbergung in schwerem Gelände. Die Wasserdurchfahrtsfähigkeit beider Unimog-Typen liegt bei 120 cm, die des Zetros bei 100 cm.

Zur Einrichtung von Notunterkünften und zur Trinkwassernotversorgung der Bevölkerung in Einsatzgebieten erhalten die Zetros entsprechendes Gerät sowie Spezialzelte.

Nah am Gefahrenpunkt.

Zugeordnet sind alle neu angeschafften Logistikfahrzeuge den Logistik- und Technikgruppen des niedersächsischen Katastrophenschutzes. Landesweit sind 50 dieser Gruppen aufgestellt, in denen jeweils mindestens 18 ehrenamtliche Helfer engagiert sind.

Die als „Krankentransportwagen geländegängig" bezeichneten Krankentransportwagen sind Bestandteil einer speziellen Einheit, der „Patiententransportgruppe geländegängig", welche direkt dem Ministerium unterstellt ist und immer dann zum Einsatz kommt, wenn reguläre Rettungsfahrzeuge an ihre Grenze stoßen. Die Standorte wurden so gewählt, dass die Krankentransportwagen nah an potentiellen Gefahrenorten wie der Nordseeküste, dem Solling oder dem Harz stationiert sind.

Landesweit konnten sich Feuerwehren und andere Rettungsorganisationen um die Stationierung eines dieser Fahrzeuge bei sich bewerben.

Die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes unterstehen regelhaft den jeweiligen örtlichen Katastrophenschutzbehörden. Im Bedarfsfall kann das Land Niedersachsen die Fahrzeuge auch überörtlich zusammenziehen oder zur bundesland-übergreifenden Hilfe entsenden.

Tim Hallemann, Konzeption und Ausstattung Katastrophenschutz, Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung

 

21 Einheitentypen gibt es in Niedersachsen, eine davon ist die Logistik- und Technikgruppe. Der Sanitäts- und Betreuungszug, Verpflegungsgruppen oder auch die Feuerwehr-Bereitschaften zählen beispielsweise dazu.

Der Unimog Geräteträger.

Ermöglicht individuelle Lösungen für ganzjährigen Einsatz – durch flexible An- und Aufbaumöglichkeiten.

Der hochgeländegängige Unimog.

Punktet als zuverlässiges Kraftpaket mit einem Ziel: Unverwüstlichkeit so einsatzstark wie möglich machen.

Unimog Feuerwehr.

Vielfältige Lösungen für spezielle Anwendungen der Notfallhilfe bieten Unimog Geräteträger und hochgeländegängiger Unimog.