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Unimog Faszination erleben.

Das Unimog-Museum Gaggenau zeigt Geschichte zum Anfassen.

Der Unimog blickt auf eine bewegte 75-jährige Geschichte zurück. Bereits seit 2006 ist das Unimog-Museum eine feste Anlaufstelle für Fahrer und Fans des Special Trucks – und damit 55 Jahre nachdem der erste Unimog 2010 am 3. Juni 1951 die Montagehalle des Daimler-Benz Werks Gaggenau verlassen hat. Auf rund 3.000 qm können Jung und Alt die ausgestellten Fahrzeuge, Schnittmodelle, Bilder, Filme und Geschichten entdecken. Ein Museumserlebnis der besonderen Art ist darüber hinaus der Unimog Parcours, auf dem sich Besucher von den legendären Geländefähigkeiten des Alleskönners selbst überzeugen können.

Der meistgepflügte Acker Baden-Württembergs.

Das heutige Museumsgelände ist bereits historisch eng mit dem Unimog verknüpft. Seit 1956 stand dort ein Schulungsbüro für Verkäufer des Unimog. Auf dem Gelände fanden so fast täglich Demonstrationen des Unimog im landwirtschaftlichen Einsatz statt. Ehemalige Vorführer, die teilweise noch heute ehrenamtlich im Unimog Museum arbeiten, erinnern sich an das „Wühlgelände“, auf dem gebaggert, gebohrt, gemäht und gepflügt wurde.

Das alte Holzgebäude ist inzwischen Teil des modernen Gebäude-Ensembles des Unimog Museums, das aus dem renommierten Architekturbüro Kohlbecker Gesamtplan stammt. Die Idee für dessen Realisierung entstand bereits in den 90er-Jahren aus den Reihen des Unimog-Club Gaggenau e.V., im Jahr 2002 wurde dann ein eigener Verein für die Realisierung des Projekts gegründet: der Unimog Museumsverein.

Kommen gut an: der Unimog und das Unimog Museum.

Mit viel ehrenamtlichem Engagement konnte der ambitionierte Bau schließlich realisiert werden. Weit mehr als 100 Freiwillige arbeiten aktiv im Museum: Sie machen Aufsicht, begeistern bei Führungen, leisten den Fahrdienst und führen Trainings durch. Sie reinigen die Unimog, pflegen den Außenbereich des Museums und das Biotop, das als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Außenparcours im Anschluss eingerichtet wurde. Und das lohnt sich: Seit der feierlichen Eröffnung im Jahr 2006 strömen alljährlich um die 40.000 Besucher ins Murgtal, um die Faszination des Unimog zu erleben.

Innovation und Tradition.

Ausstellungsbesucher sehen in der großen Halle des Museums Fahrzeuge aus der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Unimog von den Anfängen bis heute – einschließlich vielfältiger Anbaugeräte. An die inhaltliche Ausgestaltung des Themas Unimog und Technikwelt machten sich wieder Ehrenamtliche: Unter der Federführung des ehemaligen Leiters des Unimog Bereichs der Daimler AG, Hans-Jürgen Wischhof, entwickelte man Informationsinseln zu verschiedenen Schwerpunktthemen.

Hans-Jürgen Wischhof: Portrait eines Lebens für den Unimog

Zu den Ausstellungsstücken, die so vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten des Unimog sind, zählen Raritäten wie die ersten „Boehringer-Unimog“ sowie Unikate, die für besondere Einsatzzwecke gebaut wurden. Durch wechselnde Schwerpunktthemen werden jährlich neue interessante Anwendungsbereiche, wie beispielsweise Unimog Wohnmobile, Schienenfahrzeuge auf Unimog Basis oder MB-trac vorgestellt.

Als Vorführfahrer erlebe ich jedes Mal die Begeisterung und Freude der Besucher bei ihren Mitfahrten im Außenparcours.

Helmut Stolz, ehrenamtlicher Vorführer, Unimog Museum Gaggenau

Fahrerlebnis der besonderen Art.

Ein Highlight des Unimog Museums ist der Außenparcours, auf dem Besucher in einem Unimog Platz nehmen können, um von einem der erfahrenen Vorführer die beeindruckenden Geländefähigkeiten des Allrad-Profis demonstriert zu bekommen. 100 % Steigung, 70 % Gefälle und 20° Schräglage – spätestens dieses Erlebnis macht einen Tag im Unimog Museum zu einem unvergesslichen Event für die ganze Familie.

Wer noch mehr Angebote des Museums nutzen möchte, kann auch ein individuelles Fahrertraining buchen, bei dem man selbst am Steuer Platz nehmen kann. Den zahlreichen Besitzer älterer Unimog steht außerdem die kompetente Alttypenberatung des Museums stets mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus steht das Museum auch als Veranstaltungsort für Events offen.

Und ein bisschen Unimog Zauber lässt sich auch nach Hause mitnehmen: Im angeschlossenen Museums-Shop finden Fans alles, was das Unimog Herz begehrt. Darunter auch viel Fachliteratur zum Unimog, die vom museumseigenen Verlag „Buch & Bild“ publiziert wird.

Vergangenheit und Zukunft.

Im Jahr 2014 wurde im nahen Bischweier eine 800 qm große Halle gebaut, in der der durch Leihgaben, Schenkungen oder Ankäufe ständig wachsende Bestand von Fahrzeugen und Aggregaten eine Bleibe fand. Gegenüber dem Museum entstand 2017 außerdem eine Werkstatt für die Instandhaltung und Reparatur des museumseigenen Fuhrparks sowie zur Durchführung von Kursen.

Seit 2020 wird an einem umfangreichen Anbau des Unimog Museums gebaut, durch den sich die Ausstellungsfläche verdoppeln wird. Viel Platz also für viele weitere Highlights aus den letzten 75 Unimog Jahren.

Headerbild: Fabian Duschl

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