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Mein Leben begann in der Lüneburger Heide auf einem Bauernhof 
und da haben wir 1950 einen Landwirt gesehen, der einen Unimog hat.

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Die Welt um uns herum war aber noch eine ganz andere.
Die meisten hatten – wenn überhaupt – ein Fahrrad oder

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vielleicht auch schon ein Auto, aber niemand hatte einen Traktor,
der schneller als 20 km/h fahren konnte.

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Und der Unimog konnte 50 km/h. Da haben wir den Besitzer
und den Unimog natürlich beneidet.

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Ich war ja dann ungefähr zehn, elf Jahre alt, äh , dann bin ich zu dem
gegangen und habe dann auch gefragt, ob ich mal den Unimog fahren dürfte. 

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Und das durfte ich auch.

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Der Unimog wurde aus der Not heraus erfunden.
Der größte Feind damals war der Hunger. Und genau da musste geholfen werden.

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Er konnte ziehen, er konnte schneller fahren als 20 km/h,
er konnte zwei Leuten unter einem Dach einen Sitzplatz bieten;

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Der Unimog hatte eine Ladefläche, der konnte Güter transportieren.
Der Unimog konnte mit allen Rädern ziehen und schon am Anfang wurde gezeigt,

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dass der Unimog auch Geräte vorne aufnehmen konnte und eine Hackmaschine
in Kartoffelreihen. Der Fahrer saß und guckte nach vorne und erledigte die Arbeit

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und der Unimog konnte ein Mähwerk an der Seite antreiben und mitführen. 
Der Unimog ist 1951 von Göppingen nach Gaggenau gekommen und ist dann hier

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wirklich zu dem geworden ¬– über viele Jahre – zu dem er sich bis heute entwickelt hat. 
Er ist 50 Jahre hier in Gaggenau gebaut worden.

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Ich war ab 1980 Angestellter der Firma Daimler-Benz. Nachdem ich beruflich
vorher zwölf Jahre in einem Wirtschaftsverband in Frankfurt tätig war,

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bekam ich ein Angebot in die Zentrale nach Stuttgart und wurde Beauftragter 
des Vorstandes für Auto und Umwelt. Das habe ich fast zehn Jahre gemacht, dann war ich 50.

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Ich wollte gerne Angestellter Unternehmer eines Produktes beim Daimler-Benz 
– wie es damals noch hieß – werden. Und so kam ich 1990 nach Gaggenau in den Unimog-Bereich.

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Nach 2 Jahren habe ich mir überlegt, ich muss eigentlich auch einen Unimog haben.
Und dann habe ich mir 1992 einen ersten Unimog gekauft: den klassischen 411.

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Es meldet sich der Unimog Veteranen Club, der als Logo den Ochsenkopf hat.
Ich möchte doch bitte Mitglied dieses Clubs werden.

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Und wir hier in Gaggenau waren teilweise eben schon Mitglied bei diesem
Unimog Veteranen Club und da haben wir gesagt:

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„Eigentlich sollten wir doch selbst hier in Gaggenau einen Club gründen.“

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Am Gründungstag waren es einhundert Mitglieder, die, äh, beigetreten sind
und im Laufe der Jahre hat sich der Unimog Club Gaggenau entwickelt als großer Markenclub 

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von Mercedes-Benz Classic mit 7.500 Mitgliedern in 42 Ländern der Welt.

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Meine Enkelkinder, äh, die begleiten mich, wenn wir jährlich an den schweizer Rundfahrten
mit Unimog teilnehmen. Und dann nehme ich dann natürlich dieses Cabriolet Doppelkabiner;

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Das ist ein Erlebnis! 

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Ich bin Hans-Jürgen Wischof, ich bin Unimog-Fan seit 1950 und wünsche diesem
faszinierenden Fahrzeug zum 75. Geburtstag und für die Zukunft alles Gute!
[Unimog-Fan, ein Leben lang]